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Stabdosimeter FH 39

Das Stabdosimeter FH39 B oder FH 39 C, hergestellt u.a. von Frieseke und Höpfner, wurden von ca. 1960 bis ca. 1990 in großer Anzahl an die Bundeswehr geliefert. Mit ihnen lassen sich Ionendosen von 50 Röntgen (FH39B) oder 500 Röntgen (FH39C) registrieren - allerdings aufgrund ihrer Selbstentladung nicht über Jahre hinweg, sondern eher über kürzerer Zeiträume wie Tage.

 

FH39, FH 39, Frieseke und Höpfner, Dosimeter

Inhalt

Satz StrahlendosimeterFH39

Dosimetersatz taktisch FH 39 Frieseke und Höpfner
Strahlendosimeter, Satz, taktisch (SDT): 6 Dosimeter FH39C(500 Rö), 6 Dosimeter FH39B(50 Rö) sowie ein Ladegerät

 

Fh 39 ablesen

Stabdosimeter FH39B
FH 39 B, 50 Röntgen, Ringfarbe: orange (an linken Ende wird noch eine Plastikschutzkappe aufgesteckt). Die Dosimeter gibt es auch mit 50-cGy-Messbereich, dann unter der Bezeichnung SEQ 25 (50)
Stabdosimeter FH39C
FH 39 C, 500 Röntgen, Ringfarbe: violett (an linken Ende wird noch eine Plastikschutzkappe aufgesteckt)
. Die Dosimeter gibt es auch mit 500-cGy-Messbereich, dann unter der Bezeichnung SEQ 25 (500)

 

Zum Ablesen des Stabdosimeters in die Öffnung mit dem Ring hineinsehen und das Dosimeter gegen das Licht halten. Alternativ kann, insbesondere bei Dunkelheit das Ladegerät FH390 zum Ablesen verwendet werden. Dazu ist das Stabdosimeter so in die Buchsenöffnung des Ladegeräts zu stecken, dass die Nut am Dosimeter zum einfachen roten Strich am Öffnungsrand zeigt. Das FH390 besitzt eine eingebaute Lampe, welche die Beleuchtung übernimmt und man erhält eines der folgenden Bilder. Die früheren Ausführungen besitzen eine Skala in Röntgen, später ist die Maßeinheit auf cGy (Zentrigray) geändert worden. Die Selbstentladung des Geräts wird mit 1% pro Tag angegeben.

Anzeige 40 Röntgen
Der Quarzfaden zeigt es an: Die Ionisationskammer des Stabdosimeter wurde infolge von Bestrahlung mit einer Dosis von 40 Röntgen entladen.
Anzeige 350 Röntgen
Blick in das Stabdosimeter.

Ladegerät

Ladegerät FH390
Ladegerät FH390
Ladegerät FH390
Die Versorgung mit elektrischer Energie erfolgt über zwei in Reihe liegende Monozellen, also an 3 V=. Die Batterien werden mit dem Pluspol voran eingesteckt, sodass der Schraubverschluss und das Gehäuse mit dem Minuspol verbunden sind.

Die Öffnung/Buchse an der Oberseite verfügt über zwei Markierungen, einen einfachen roten Strich sowie einen doppelten roten Strich. Sie geben die Ausrichtung der Nut am Dosimeter an, um es nur abzulesen oder zu laden. Wir die Nut in Richtung des einfachen roten Strichs ausgerichtet, lässt sich das Dosimeter aufgrund einer in der Buchs befindlichen Nase nur auf halbe Tiefe einstecken und es wird nicht erneut geladen. Bei Ausrichtung auf den Doppelstrich passt die Nase in die Nut und das Dosimeter kann tiefer eingesteckt werden. Nun besteht ein elektrischer Kontakt zur Ladeelektrik und die im Dosimeter befindliche Ionisationskammer kann über den Drehwähler aufgeladen werden. Der Drehwähler ist so einzustellen, dass der Anzeigefaden auf 0 Röntgen liegt.

Ladegerät FH390
Maus-Over-Bild: Blick in die Ladebuchse: links ist die Nase zu erkennen, die verhindert, dass das Stabdosimeter in Ablesestellung zu weit eingesteckt werden kann.
Ladegerät FH390
Bei aufgeladener Ionisaitionskammer liegt der Quarzfaden auf 0 Röntgen. Infolge von Bestrahlung (oder Selbstentladung) entlädt sich die Kammer.

 

Maßeinheiten Rö, cGy, mSv und Selbstentladung

Mittels der eingebauten Ionisationskammer wird die Ionendosis in Röntgen ermittelt. Für Umrechnung in eine Energiedosis wird wird angegeben, dass 1 Rö ≈ 1 cGy entspreche. Wenn man nun noch annimmt, dass das Gerät nur empfindlich für γ-Strahlung ist, so lässt sich die Äquivalentdosis in Sievert ermitteln. Es gilt: 1 Rö ≈ 1 cGy = 0,01 Gy ≈ 0,01 Sv = 10 mSv (Gy: Gray, Sv: Sievert, mSv: Millisievert).

Umrechnung Röntgen Gray
Hinweis zur Umrechung von der Ionendosis in eine entsprechende Energiedosis.
Skala Stabdosimeter 50 Röntgen
Blick in das Stabdosimeter.

Der Messbereich von 50 Röntgen lässt sich also einer Äquivalentdosis von 500 mSv und der Messbereich von 500 Röntgen einer Äquivalentdosis von 5000 mSv zuordnen. In der alten Einheit rem (roentgen equivalent (in) man, bis 1976/78) sind dies 5 bzw. 50 rem oder 5000 mrem bzw. 50.000 mrem. (mrem = Millirem)

Die Selbstentladung wird in der Bedienungsanleitung auf unter 1% pro Tag (bzw. an anderer Stelle auf weniger als 10% / 10 Tage) angegeben. Wird diese Obergrenze als Berechnungsgrundlage gewählt, so ergibt sich, dass sich die angzeigte Ionendosis beim FH39C allein aufgrund der Selbstentladung wie folgt entwickelt:

Entwicklung der angezeigten Ionendosis bei einer angenommenen Selbstentladung von 1% pro Tag ohne Einwirkung zusätzlicher radioaktiver Strahlung.

 

Entwicklung der angezeigten Ionendosis bei einer angenommenen Selbstentladung von 1% pro Tag ohne Einwirkung zusätzlicher radioaktiver Strahlung.

 

 

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